Halotherapie - Heilen auf natürliche Art

Die Halotherapie („halos” ist die griechische Benennung für Salz) ist eine therapeutische Methode, die ein Medium mit einer kontrollierten Konzentration von Salzpartikeln gebraucht, welche das natürliche Mikroklimat der Salzgruben simulieren.

Sich den Aerosolen des Natriumchlorids auszusetzen, wurde das erste Mal in der Behandlung der Respirationsleiden empfohlen vor vielen Jahrhunderten gerade von Hippokrates, dem Vater der modernen Medizin. Das Asthma, die Allergien und andere Respirationsleiden wurden behandelt durch Inhalationen der Dämpfe eines Gemisches aus Salz und Wasser, durch Inhalationen der salzhaltigen Luft vom Ufer der Meere und Ozeane und durch Inhalationen der salzhaltigen Dämpfe aus den Salzgruben.

Die Speläotherapie (Therapie im Inneren der Salzgruben) wird seit vielen Jahren angewandt, und hat als Grundlage sowohl die wohltuende Wirkung der trockenen Aerosole des Natriumchlorids, als auch das vorteilhafte Umfeld, betreffend die Temperatur, die Feuchtigkeit, die mindere mikrobiologische Belastung und die Abwesenheit der Allergen.

Beschrieben schon seit 1843 ist diese Methode schwierig anzuwenden wegen der begrenzten Anzahl der Betten in einer Salzgrube, als auch der Notwendigkeit, dass der Patient den Weg zu dieser Stelle zurücklegen muss. Das ist der Grund der Entstehung der Halotherapie, durch die Nachahmung des natürlichen Umfeldes der „Halokammern” , welche den Patienten, in mit Salz bekleideten Räumen, Salzaerosole zwischen 1-5 ì bieten.

Die Inhalation der trockenen Salzaerosole oder die Halotherapie, ist eine nicht-medikamentöse Therapie für das Atmungssystem, indem sie die Leiden der unteren Atmungswege (wie Lungen und Bronchien) und/ oder der oberen Atmungswege (wie Stirnhöhlen) behandelt.

Der Wirkungsmechanismus des Natriumchlorides (NaCl)

Die wohltuenden Wirkungsmechanismen der trockenen Natriumchloridpartikel auf die Atmungswege sind noch nicht ganz aufgeklärt.

Aus physischem Standpunkt hat das Salz, im Gegensatz zu allen anderen Kristallstrukturen, eine einzigartige Eigenschaft: seine Atomstruktur ist nicht molekülär, sondern elektrisch, aus welchem Grund es sehr umwandelbar ist. Die Aerosole des Natriumchlorids haben eine bedeutende negative ionische Ladung, und die Oberfläche der Luftwege haben eine minimale positive Ladung, und aus diesem Grund ist die Ansetzung dieser Partikel im Bereich der Bronchienschleimhäute stabiler.

Das Aerosol des Natriumchlorids mildert die Rheologie der Bronchienausscheidungen und fördert die ziliaren Reinigungen.

Die ausgeführten Studien haben erwiesen, dass Patienten, welche an Pseudohypoaldosteronismus leiden, nicht in der Lage sind die Resorbtion der Flüssigkeit aus dem Bereich der Luftwegschleimhäute zustandezubringen, was zu der Erhöhung der Sekretionen aus diesem Bereich führt. Die Beobachtungen führen zu der Schlussfolgerung, dass das Natrium eine wesentliche Rolle in der Regelung des Ausscheidungsumfanges im Bereich der Atmungswege hat.

Andererseits hat das Aerosol des Natriumchlorids eine bakterizide und bakteriostatische Wirkung auf die Mikroflora der Atmungsorgane, stimuliert die Reaktivität der Alveolarmakrophagozyten und erleichtert die Phagozytose in diesem Bereich.

Demzufolge hätte die Therapie mit trockenen Aerosolen des Natriumchlorids schleimlösende, antibakterielle, antientzündliche, imunomodulierende und allergendesensibilierende Wirkungen.